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Vergleich zwischen Mam- und Philips Avent-Flaschen: Vorteile, Unterschiede und Tipps zur Auswahl

Wenn man von einer ausschließlichen Stillzeit zu einer gemischten Stillzeit wechselt oder einfach nach einem zuverlässigen Anti-Kolik-Fläschchen sucht, reduziert sich die Auswahl oft auf…

Comparatif entre biberon MAM et Philips Avent posés côte à côte sur une table de cuisine moderne

Wenn man von einer ausschließlichen Stillzeit zu einer Mischstillzeit wechselt oder einfach nach einem zuverlässigen Anti-Kolik-Fläschchen sucht, reduziert sich die Auswahl oft auf zwei Modelle: das Mam Easy Start und das Philips Avent Natural Response. Beide dominieren die Regale für Babyartikel, aber ihre Konstruktionslogik unterscheidet sich in Punkten, die die tägliche Routine verändern.

Anti-Kolik-System: belüfteter Boden von Mam gegen Ventil von Avent

Der erste Reflex, wenn ein Säugling Luft schluckt, sind das Weinen und das Unwohlsein nach dem Trinken. Beide Marken bieten ein Anti-Kolik-System an, aber der Mechanismus ist nicht derselbe.

Bei Mam tritt die Luft durch den Boden des Fläschchens ein, dank eines perforierten und belüfteten Bodens. Die Milch bleibt an der Oberfläche, die Luft zirkuliert darunter, ohne Blasen zu erzeugen. In der Praxis stellt man weniger Schaum bei der Zubereitung fest, was die Menge an Luft, die mit der Milch vermischt wird, reduziert.

Bei Philips Avent ist es ein Ventil, das in der Sauger integriert ist (AirFree-Ventil bei bestimmten Modellen), das verhindert, dass Luft zur Milch gelangt. Das Prinzip ist anders: Anstatt von unten zu belüften, wird die Luft am Sauger selbst blockiert.

Die Rückmeldungen zu diesem Punkt variieren, aber Eltern, die mit ausgeprägten Koliken konfrontiert sind, neigen oft dazu, sich für Mam zu entscheiden, dessen Belüftungssystem durch den Boden in der Luftregulierung radikaler zu sein scheint. Diejenigen, die Mischstillen praktizieren, bevorzugen eher das Avent-Ventil, das ein bedarfsgerechtes Trinken näher am natürlichen Rhythmus ermöglicht.

Um diesen Vergleich zwischen Mam- und Philips Avent-Fläschchen zu vertiefen, sollte man auch betrachten, was bei dem Sauger und der Reinigung passiert, zwei Kriterien, die im Alltag ebenso entscheidend sind.

Mutter, die ihr Neugeborenes mit einem MAM-Fläschchen in einem minimalistischen Babyzimmer stillt

Sauger aus Silikon und Akzeptanz durch das Baby: Mam SkinSoft gegen Avent Natural Response

Der Sauger ist oft der entscheidende Faktor. Ein Fläschchen kann das beste Anti-Kolik-System auf dem Markt haben, wenn das Baby den Sauger ablehnt, fängt man wieder von vorne an.

Der Mam SkinSoft-Sauger ist flach und flexibel, mit einer Textur, die der Haut ähnelt. Mam präsentiert ihn als geeignet für gestillte Babys dank seiner anatomischen Form. Einige Säuglinge, die an die Brust gewöhnt sind, lehnen jedoch diese flache Form ab, die die Saugmechanik der Brustwarze nicht genau nachahmt.

Der Philips Avent Natural Response-Sauger funktioniert anders: Die Milch fließt nur, wenn das Baby aktiv saugt. Dieser “bedarfsgerechte” Fluss ermöglicht natürliche Pausen während des Trinkens, was den Rhythmus des Stillens besser imitiert. Für den Wechsel zwischen Brust und Fläschchen ist dieser Vorteil konkret.

  • Mam bietet nummerierte Durchflussraten (0, 1, 2, 3) mit einer klassischen Progression, die dem Alter des Säuglings angepasst ist
  • Avent Natural Response verwendet ebenfalls ein System mit progressiven Durchflussraten, aber das interne Ventil reguliert den Fluss je nach Saugintensität des Babys
  • Beide Marken verwenden Silikon für ihre Sauger, ein Material, das von Gesundheitsbehörden im Vergleich zu Latex empfohlen wird

Reinigung und Selbststerilisation: ein praktischer Vorteil für Mam

Die Bedeutung der Reinigung wird oft bei der Wahl eines Fläschchens unterschätzt. Bei mehreren Fläschchen pro Tag wird die einfache Demontage und Sterilisation zu einem praktischen Kriterium.

Der abnehmbare Boden des Mam-Fläschchens erleichtert die Reinigung erheblich. Man gelangt ohne spezielle Flaschenbürste ins Innere, und jede Ecke ist erreichbar. Mam bietet auch die Selbststerilisation in der Mikrowelle an: Man legt die zerlegten Teile mit etwas Wasser in den Körper des Fläschchens, ein paar Minuten genügen. Unterwegs ist das ein echter Vorteil, wenn man keinen Sterilisator zur Hand hat.

Der Philips Avent bietet diese integrierte Selbststerilisationsfunktion nicht. Er benötigt einen separaten Sterilisator (Philips verkauft seinen eigenen) oder eine Kaltsterilisation. Die Reinigung bleibt einfach, aber das Fläschchen lässt sich nicht so vollständig demontieren wie das Mam.

Ein Punkt der Vorsicht beim Erwärmen in der Mikrowelle

Die Anses rät davon ab, Fläschchen in der Mikrowelle zu erhitzen, unabhängig von der Marke. Die Erwärmung ist ungleichmäßig: Die Milch kann das Baby verbrennen, während das Fläschchen sich beim Berühren lauwarm anfühlt. Das Wasserbad oder ein Fläschchenwärmer sind die empfohlenen Methoden, um die Milch sicher zu erwärmen.

Die Selbststerilisation von Mam betrifft die Sterilisation (Dampf, leeres Fläschchen), nicht das Erwärmen der Milch. Diese Unterscheidung sollte man im Hinterkopf behalten, um Verwirrung zu vermeiden.

Ersatzteile eines Philips Avent Natural-Fläschchens, die auf einer weißen Wickelunterlage im Flat-Lay angeordnet sind

Fläschchen aus Kunststoff, Glas oder PPSU: ein Kriterium, das in Markenvergleichen oft vernachlässigt wird

Man konzentriert sich auf Mam gegen Avent, aber die Wahl des Materials des Fläschchens hat mehr Einfluss auf die Sicherheit als das darauf gedruckte Logo. Alle in Frankreich verkauften Kunststofffläschchen sind seit Jahren BPA-frei. Neuere Studien zeigen jedoch, dass andere Bisphenole wie BPS in die Milch migrieren können, auch aus Behältern, die als “BPA-frei” gekennzeichnet sind.

Beide Marken bieten in ihrem Sortiment Glasversionen an, und es ist ratsam, sich auf dieses Material zu konzentrieren, wenn das Gewicht des Fläschchens kein Hindernis darstellt. Glas gibt weder Mikroplastik noch Bisphenole ab, selbst bei wiederholter Sterilisation bei hohen Temperaturen.

  • Für Ausflüge und die Krippe bleibt Kunststoff (PP) praktischer aufgrund seines geringen Gewichts und seiner Sturzfestigkeit
  • Für das Trinken zu Hause begrenzt ein Glasfläschchen von Mam oder Avent die Exposition gegenüber Substanzen aus Kunststoff
  • PPSU (hochwertiger, bernsteinfarbener, transparenter Kunststoff) bietet einen Kompromiss: widerstandsfähiger gegen Hitze als herkömmliches PP, ohne BPA oder BPS

Anstatt sich ausschließlich für Mam oder Avent zu entscheiden, kann man kombinieren: ein Glasfläschchen für zu Hause, ein leichtes Kunststofffläschchen für unterwegs, und die gleiche Marke für den Sauger beibehalten, um das Baby nicht zu verwirren.

Die Wahl zwischen diesen beiden Marken hängt letztlich von der aktuellen Priorität ab. Ausgeprägte Koliken und der Bedarf an Praktikabilität unterwegs: Mam und sein selbststerilisierbarer belüfteter Boden sind eine gute Wahl. Mischstillen und die Suche nach einem Sauger, der der Brust nahekommt: der Natural Response-Sauger von Avent hat die Oberhand. In beiden Fällen ist es ebenso wichtig, das Material des Fläschchens und die Erwärmungsmethode zu überprüfen wie die Marke selbst.

Vergleich zwischen Mam- und Philips Avent-Flaschen: Vorteile, Unterschiede und Tipps zur Auswahl